Sprich mit mir So heiß kann Dirty Talk sein

Nicht jedermann ist eine Plaudertasche im Bett. Allerdings können die richtigen Worte im richtigen Moment die Gemüter ordentlich Anheizen. Wenn man weiß wie man es richtigmacht. Petra Redakteur Alex erzählt von seinen Erfahrungen mit Dirty Talk und nennt seine persönlichen No-Gos. 

Tipps für Dirty Talk

So gerne ich mich mit Menschen unterhalte, im Bett bin ich eher ein Fisch. Viel Gerede ist nicht meins. Allerdings ist ein gehauchtes "Nimm mich" im richtigen Moment ganz schön sexy. Wenn man dagegen laufend schnattert, kann das einem ganz schnell den letzten Nerv rauben. Beim Bettgeflüster ist es eben die Mischung, die es macht. So schwer ist das aber alles gar nicht. Denn Dirty Talk ist eine Kunst, die man erlernen kann. 

Tipps für Dirty Talk

Alexander Scherb

Alex ist Germanist mit Leidenschaft und bei der Petra für die Themen Sex und Liebe zuständig. Was ihn daran fasziniert? Ganz einfach: Nichts kann so schön aber auch so schmerzvoll sein.

So erotisch schmutzige Worte im Bett auch sein können, zu viel des Guten ist definitiv ein Lustkiller. Dauerhaftes Reden ist eher störend als erregend. Beim Dirty Talk gilt es die richtigen Wörter im richtigen Moment zu sagen. Und auch wenn es naheliegend erscheint, Tiernamen kommen nur bedingt gut an. Ein geflüstertes "Mein Tiger" oder "Du sexy Kätzchen" geht auf jeden Fall besser als ein lautes "Gib's mir du Hengst". Auch der Tonfall macht die Musik. Lautes Gekreische macht vielleicht einen kleinen Teil der Männer an, ist für die Meisten aber doch eher verstörend. 

Sollten Sie eher schüchtern sein und einem sexy Austausch von Wörtern skeptisch gegenüberstehen, wollen Dirty Talk aber doch einmal ausprobieren, rate ich Ihnen klein anzufangen. Hauchen Sie Ihrem Liebsten doch einfach den Kosenamen beim Vorspiel ins Ohr. Gerade zu Beginn muss der Inhalt des Dirty Talks noch nichts Schmutziges beinhalten (auch wenn sich das aus dem Namen schließen lässt). Auch Ihre Stimme muss nicht sehr laut sein. Flüstern ist viel sexier als lautes Geraune. In einer Beziehung lässt sich dies natürlich einfach ausprobieren. Machen Sie es allerdings richtig, können Sie auch die Affäre oder den One-Night-Stand mit Dirty Talk beglücken.

Dirty Talk: Eine Gratwanderung

Zu einem guten Dirty Talk gehören eine Menge Faktoren. Lautstärke, Tonfall und was gesagt wird können schon viel zur richtigen Stimmung beitragen. Allerdings spielt die Stellung auch eine wichtige Rolle. Bedenken Sie, dass Sie Ihrem Partner zum Beispiel in der Missionarsstellung in die Augen schauen. Da reicht es nicht einfach nur mit ein paar erotischen Wörtern um sich zu werfen. Auch Ihre Augen müssen dies ausdrücken. Sie sollten flirten, verführen. Bei dem Mann bietet sich die Doggy-Stellung an, um seiner Lust verbalen Ausdruck zu verleihen. Hier ist man mit dem Mund sowieso schon nah am Ohr der Frau. 

Nehmen Sie zu Beginn Abstand von zu deftigen Begriffen. Wörter wie "Ficken" oder "Fotze" sollten zunächst nicht fallen. Schauen Sie, wie Ihr Partner auf den Dirty Talk reagiert. Macht er mit, können Sie sich langsam steigern. Und bevor Sie Sätze wie "Nimm mich hart du geile Sau" oder Ähnliches sagen, fangen Sie mit kurzen Sätzen an. Ein einfaches "nicht aufhören" kann an der richtigen Stelle viel mehr aussagen als ein Roman. Dirty Talk ist immer auch eine Gratwanderung zwischen sexy und albern. Natürlich spricht nichts gegen einen regen Austausch, wenn beide damit einverstanden sind. Allerdings braucht dies oft eine gewisse Lockerheit, welche zu Beginn noch fehlt.

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Alexander Scherb