Freundschaft Tag der Freundschaft: Wie wichtig sind uns Freunde?

Wenn es mal wieder drunter und drüber läuft, das Leben gezeichnet ist von Stress, schlechter Laune und kein Ausweg zu sehen ist, dann ist eines wichtiger als alles andere: Freunde. Zum Reden, zum Ablenken, zum Lachen – einfach um alles Schlechte für einen Moment auszublenden.

Freunde

 

Seit Gedenken an verfolgt der Mensch einen natürlichen Trieb, Freunde zu suchen und zu finden. Man wählt schon in Krabbelgruppe und Kindergarten seinen Lieblingsspielkameraden, sucht sich „Freunde“, die das coolste Spielzeug Zuhause haben, setzt sich in Grundschule und weiterführenden Schule neben den/die coolsten aus der Klasse oder hat beim Sport seinen Lieblings-Teamkollegen. Doch nur wenige Freundschaften aus dem Kinder- und Jugendalter halten ewig. Gründe hierfür: vielleicht verschlägt es den besten Freund nach dem Schulabschluss in eine andere Stadt, vielleicht wollen die Eltern umziehen, vielleicht lebt man sich auch einfach nur auseinander. Was bleibt sind Bilder und Erinnerungen von der „Ex-Besten-Freundin“ und eine große Lücke im Herz, in der aber wieder Platz für neue Freundschaften und Bekanntschaften ist.

Wir zeigen Ihnen, warum Freunde dennoch enorm wichtig sind für das eigene Wohlbefinden und untersuchen das Phänomen „Freundschaft“ etwas gründlicher auf Basis einer Umfrage von NIVEA zum Tag der Freundschaft am 30.7.2014.

 

"Freunde sind das Wichtigste im Leben"

Jeder Zweite erklärt in dieser Umfrage, dass Freundschaften für ihn das Wichtigste im Leben seien. Freunde verkörpern die Hängematten in schweren Zeiten und unterstützen, wo es geht. Wer gute Beziehungen aufbaut und viele soziale Kontakte knüpft, geht mit einem angenehmen Glücksgefühl durchs Leben.
Aber Freunde machen nicht nur glücklich, sondern sind zudem auch noch gesund. Wenn man maximal gestresst ist, nicht weiß, wo hinten und vorne ist und keine Ahnung hat, wie es weitergeht, dann sind Menschen mit Freunden weniger gestresst, können sich mehr auf das Lösen der Situation konzentrieren und fokussieren als ohne Freunde. Zudem wird das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen mit einem ausgeprägten sozialen Umfeld enorm gesenkt.

 

Freundschaft offline pflegen
Freundschaft bei Nivea

Freundschaften sind unverzichtbar, aber fallen nicht vom Himmel und sind nicht selbstverständlich. Gerade viele persönliche Treffen mit den engen Freunden helfen dem Wohlfühl-Effekt am meisten. Telefonate und Internetchats bauen den Stress weniger ab als persönliche Gespräche, Gesten, Umarmungen, Küsschen. Die körperliche Nähe zu dem/der besten Freund/-in bewirkt meist mehr, als Gespräche über Leitungen und Server. Diese Meinung teilen auch 83% der befragten Deutschen: Sie sind der Auffassung, dass es wahre Freundschaften nur im echten Leben und nicht im Netz gibt.

 

Freundschaften statt Psychotherapie

Rund 72% der Befragten gibt an, dass der Gedanke an einen guten Freund oder eine gute Freundin ihnen sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Freunde sind echte Selbstwert-Booster. Und dazu besser als jeder Psychotherapeut. Freundschaften sind das perfekte Mittel gegen psychische Erkrankungen. Nach einem einschlagenden Ereignis im Leben sind Freunde und das soziale Umfeld wichtig, den Betroffenen aufzufangen. Freunde sollten die erste Anlaufstelle sein, bevor der Weg zum Psychotherapeuten gewagt wird. Sie erschliessen neue Wege der Situationsinterpretation, beurteilen Ereignisse mit Hinblick auf das weitere Umfeld, kennt Betroffene und Mitwirkende eines traumatischen Erlebnisses meist besser, als Psychotherapeuten - und Freunde wollen auch helfen: 85% würden alles stehen und liegen lassen, wenn ein guter Freund Hilfe braucht.

 

Freunde oder Familie?
Freundschaft bei Nivea

Freunde sind ein guter Familienersatz. Zieht man zum Beispiel in eine andere Stadt als die Familie, die Eltern trennen sich oder andere, schwer verdaubare Ereignisse passieren innerhalb der Familie und reisst diese auseinander, so bieten Freunde Schutz, Halt, Liebe und Geborgenheit und ersetzen in gewisser Weise das fehlende Puzzleteil der Familie. Für 58% der Befragten sind daher Freundschaften genauso wichtig wie die Familie. Fast jeder Dritte gibt sogar an, dass Freundschaften wichtiger als eine feste Partnerschaft seien.

 

Bekanntschaften verändern

Menschen entwickeln sich im Laufe ihres Lebens. Sie gewinnen und verlieren, begegnen vielen Persönlichkeiten, machen Erfahrungen, machen Fehler usw. All dies prägt uns, steuert uns auf den richtigen oder falschen Weg und macht uns zu der Person, die wir heute sind. Freundschaft ist ein großer Faktor in diesem Spiel des Lebens. Die Meinung teilen 47% der befragten Deutschen. Sie meinen zu wissen, dass sie ohne ihre Freunde heute ein anderer Mensch seien.

 

Freundschaft bei Nivea
Aber auch innerhalb der Freundschaften verändert man sich. Und egal wie gut man befreundet ist, Menschen entwickeln sich individuell. So kann es passieren, dass sich die engsten Freundschaften ganz bald auseinanderleben. Dann verhalten sie sich wie Blumen: einmal nicht gepflegt und vernachlässigt, vergehen sie und kommen nicht wieder. Merkt man, dass sich Freundschaften immer weiter distanzieren, so gilt es, die schönen Zeiten zu konservieren und die Freundschaft auseinanderlaufen zu lassen anstatt durch Streit und schlechte Stimmung alles zu zerbrechen.

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