Kommunizieren und Konflikte lösen

Gefühls-Management im Job

Ihr Liebster darf Ihnen sofort an der Nasenspitze anmerken, was mit Ihnen los ist. Bei Kollegen und Ihrem Chef jedoch sollten Sie Ihre Emotionen zügeln. Ob Freude, Frust oder Furcht – mit diesen Strategien bekommen Sie im Job Ihre Gefühle unter Kontrolle.

Gefühle im Job

Es gibt so Tage, da könnte man glatt ohne Make-up ins Büro gehen. Die Augen strahlen, die Wangen ziert ein Rosé-Ton wie von Chanel, und das Grinsen ist so breit, dass es kaum zwischen die Unterlagen passt, die sich links und rechts am Schreibtisch stapeln. Wenn dann noch aufgeregt ein „geküsst“, „bei ihm“ oder „gemeinsam gefrühstückt“ ins Telefon getuschelt wird, weiß jeder, ob er’s will oder nicht: Die vergangene Nacht war heiß.

Dann wieder gibt’s Tage, an denen selbst ein Kilo Schminke nicht verbergen könnte, dass man schon beim Aufwachen schlechte Laune hatte, den Streit mit der besten Freundin noch nicht weggesteckt hat, über die Kollegin verärgert ist oder vom Teamleiter rundgemacht wurde. Das Resultat: Man ist niedergeschlagen, kann sich nur schwer konzentrieren – und die Kollegen gehen nach ein paar tröstenden Worten lieber auf Abstand.

Ja, wir verbringen den Großteil unseres Tages bei der Arbeit und so manch ein Kollege ist uns echt ans Herz gewachsen – klar, dass wir da unseren Gefühlen wie Freude, aber auch Wut, Neid, Ärger schnell mal freien Lauf lassen. Die Krux ist nur, dass wir keine Ich-AG sind, in der wir lediglich für uns alleine verantwortlich sind. Nicht jeder möchte unsere Stimmungen mittragen müssen – und von morgens bis abends neben all den Interna über unsere innerliche Verfassung informiert werden. Umgekehrt wollen ja schließlich auch wir nicht allen Launen unserer Kollegen ausgesetzt sein.

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