Selbstbewusstsein

5 Tipps für das Selbstbewusstsein

Salsa tanzen? Lampen anbringen? Meetings leiten? Alles kein Problem für Sie! Doch manchmal genügt ein fieser Spruch, und das „Ich“ gerät ins Wanken. Mit unserem 5-Punkte-Plan für mehr Selbstbewusstsein behalten Sie den Kopf oben.

5 Tipps für das Selbstbewusstsein

Trockenübungen vor dem Spiegel – warum eigentlich nicht?

Nachts, allein vor dem Spiegel, klappt es am besten: Nach einem richtig fiesen Tag, nach 24 Stunden voller Pleiten, Pech und Pannen, voller Peinlichkeiten und Missverständnisse stelle ich mirvor, was ich wann, wie,wem und in welcher Tonlage hätte sagen sollen. Messerscharfe Sätze, eine spöttisch gerunzelte Stirn, 100 Prozent Arroganz im Blick und die Arme herausfordernd in die Hüften gestemmt: ziemlich beeindruckend, diese kleine schlagfertige Frau mit dem stolz erhobenen Haupt. Leider oft nur in meinem nachtdunklen Flur. Leider meist nur dann, wenn gerade kein anderer zusieht außer meinem Spiegelbild und mir. In solchen Momenten schmerzt es manchmal: Dass sich zwischen realer Situation (im Alltag) und idealem Verhalten (in meiner Fantasie) doch ein Graben spannt – zu breit, als dass ich Nichtschwimmerin ihn immer überqueren könnte.

Anders ausgedrückt: Es besteht ein Unterschied zwischen Selbst-Vertrauen und Selbst-Bewusstsein. In der englischen Sprache wird das besonders deutlich: „Self confidence“ bedeutet so viel wie sich selbst ganz in Ordnung zu finden. „Self consciousness“ aber lässt sich auch mit „Selbst-Befangenheit“ übersetzen. Und „Befangenheit“ ist das Gegenteil von Zuversicht und Stärke. Wer „befangen“ ist, verkrampft, macht sich zu viele Gedanken und kommt schlichtweg nicht vom Fleck. 

Reden Sie sich selbst ruhig groß – und Ihre Widersacher klein 

Jedes Alter hat seine eigenen Tücken, und so wie sich der Hüftumfang über die Jahre um einige Zentimeter ändert, so braucht auch der Glaube an sich selbst ab und an mal eine Neuausrichtung.Wenn man zum Beispiel 22 Jahre alt ist und in Hotpants über eine Strandpromenade läuft, pfeift immer (!) irgendein Typ reflexhaft hinterher. Und sei es bloß ein feister Mittvierziger, der seinen zweiten Frühling erlebt. Und das eigene Selbstvertrauen, mit 22 noch nah am Narzissmus dran, sonnt sich im Gepfeife. Gar nicht so lange her scheint diese Zeit, und doch sieht alles völlig anders aus, sobald man die 33 überschritten hat. Nun ist man vielleicht die Partnerin eines pfeifenden feisten Mittvierzigers – und muss miterleben, dass sich auf dem Ticket „Jugend“ keine Sternchen mehr gewinnen lassen und dass die 22-Jährigen ständig nachwachsen; dauernd kommen von irgendwoher neue auf die Welt, es nimmt kein Ende! Spätestens dann wird es Zeit, das eigene Selbstbewusstsein jenseits der Hotpantsfrage zu positionieren – auch jenseits der Cliquen- Zugehörigkeit und dem „Hast du fein gemacht“ der Klassenlehrerin von damals.

Bei mir läuft es so: Je länger ich auf der Welt bin, desto mehr Gefahren kenne ich. Die Gefahr, Freunde zu verlieren,weil eine unbedachte Bemerkung alles verderben kann. Die Gefahr, den Job zu verlieren, weil überall eingespart wird.Die Gefahr, eine schlimme Krankheit zu kriegen,weil ich zu viel rauche. Die Gefahr, als Freak zu gelten, weil ich verkratzte Schallplatten sammle. Die Gefahr, missverstanden, nicht gemocht oder, am schlimmsten, ausgelacht zu werden. Doch je länger ich lebe, desto sicherer werde ich:dass ein gebrochenes Herz nach der Heilung leidenschaftlicher pocht als zuvor. Dass eine Kündigung auf eine neue Umlaufbahn führt. Das ich irgendwann mit dem Rauchen aufhöre. Und dass ich in jeder Situation den passenden Song finde.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten etwas über fünf klassische Wackel-Situationen – und wie Sie da heil und selbstbewusst wieder rauskommen. 

 

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