Partnerschaft
Flirten: Wie finde ich einen Mann?
ANNA MORETTI VERSUCHTE ES MIT EINEM LÄCHELN
Stell dir vor, du gehst über den Zebrastreifen – und er geht an dir vorbei. Einfach so, ohne dich zu sehen. Ich gehe mal davon aus, dass es in einer Stadt wie Hamburg mit 1,8 Millionen Einwohnern, davon wohl 100.000 männliche Singles zwischen 35 und 55, geschätzte 300 Mr Rights für mich gäbe. Sprich, Männer, die ehrlich, zuverlässig, treu, gut aussehend, kinderlieb, wohlhabend und gut im Bett sind. Wie hoch wäre demnach die Wahrscheinlichkeit, dass mir eines dieser Exemplare auf der Straße begegnet? Vermutlich rennen wir aneinander vorbei, in Eile, in Gedanken woanders.
Mein Auftrag: Eine Woche lang soll ich diesen potenziell richtigen Mann nicht einfach vorbeiziehen lassen, sondern, sagen wir, lächelnd erlegen. Ich werde die Straße nach Flirts und Dates scannen. Mein erster Gedanke: Ich bin aus dem Straßenflirt-Alter seit mindestens zehn Jahren raus! So was hab ich früher mal gemacht, mit 17 in einer mediterranen Hafenstadt, wo ich in einen Wäscheladen flüchten musste, weil eine Gruppe junger Afrikaner mich aufgrund eines einzigen Lächelns über die halbe Promenade verfolgte.
Heute sind meine Röcke knapp knielang. Ich bin erwachsen, habe eine Ehe hinter mir, meine Fortpflanzungspflicht erfüllt und bin wieder Single. So gesehen echt praktisch, dieser Job. Ich kann flirten, lächeln und immer wieder sagen, ätsch, war ja eh nur für die Story – falls ich einen Korb kriege. Einen Korb? Mir kommen doch Zweifel.
