4 Männer-Typen und ihre Traumfrau

Stundenlange Experimente vor dem Spiegel, nur um „ihm“ zu gefallen: Jede Frau kennt das. PETRA fragte vier sehr verschiedene Männer-Typen, welcher Look sie anmacht – und was einfach gar nicht geht.

"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Oh ja, das Zitat aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint- Exupéry kennen wir. Aber das Herz hilft vor dem Kleiderschrank kaum weiter. Kommen die neuen schwarzen Overkneestiefel beim ersten Date wirklich hip und sexy zugleich rüber? Oder wirken sie auf ihn bloß billig (was sie nicht waren!)? Und warum schweigt der vermeintliche Verehrer plötzlich? Hat er das mit dem Herzen entschieden? Oder trägt der Fransenponcho vom letzten Rendezvous eine Mitschuld? Die flachen Ballerinas? Die Frisur wo möglich? Stopp!

Mal ehrlich: Wir sind selbstbewusste, kluge und unabhängige Wesen. Trotzdem stürzt uns die Frage, wie unser Auftreten, unser gesamtes Styling bei Männern ankommt, regelmäßig in unsicheres Grübeln. Vielleicht ist all die Anstrengung vergebens? Vielleicht senden wir aus Versehen genau die falschen Signale? Oder die richtigen Signale – aber zum falschen Anlass? Sind Männer überhaupt in der Lage, Signale zu entschlüsseln, die subtiler rüberkommen als ein knapper Minirock?

Christian, 27, Kosta, 38, Volker, 39, und Matthias, 44 (im Foto v.l.n.r.), unsere „Versuchsobjekte“ beim PETRA-Shooting, entsprechen vier grundverschiedenen Männer- Typen. Aber eines haben sie gemeinsam: eine jeweils ziemlich genaue Vorstellung, wie eine tolle Frau aussieht. Und wie nicht. „Wenn sie mit Mitte 30 auf blutjung macht, finde ich das nur peinlich“, sagt etwa Volker – der mit seinen Ende dreißig in jugendlichen Ugg-Boots zum Shooting gestiefelt kam. Dass High Heels billig wirken, darin stimmt der Multimedia-Designer mit dem Berufsschullehrer Kosta überein. Single Matthias hingegen hat keine Absatzprobleme: Er findet Frauen in Stilettos „erotisch“. Aber zu kurz sollte der Rock dazu dann bitte nicht sein.

Also was ist jetzt eigentlich sexy, anmachend, attraktiv? Befragt man Experten zum Thema, zücken die meist die Steinzeitkeule: „Das, was ein Mann als anziehend empfindet, wird noch immer evolutionsbiologisch beeinflusst“, erklärt zum Beispiel Dr. Elmar Basse, Psychotherapeut und Paarberater aus Hamburg. „Bei einer potenziellen Partnerin ist dem Mann vor allem wichtig, dass sie treu ist. Zeigt sie ihre Reize allzu offenherzig, verunsichert ihn das. Weil er denkt, dass sie sich jedem anderen auch so präsentiert.“   Dazu passt, dass unsere Herrenrunde ihr Urteil über vermeintliche Sexsymbole schnell gefällt hat: „Jennifer Lopez und Rihanna finde ich eher abschreckend als antörnend“, sagt Volker, und alle stimmen ihm einhellig zu: zu viel Glitzerblinker-billig-Getue – zuwenig Stoff am Leib. Oder auch: zu viel Show, zuwenig Frau.„Männer mögen Reize, aber der Gesamteindruck sollte natürlich sein“, bestätigt der Psychologe. Und führt wieder die Urzeit an:„Das Aussehen der Frau ist, rein biologisch betrachtet, ein Indikator für ihre Gesundheit und Fruchtbarkeit. Unbewusst läuft im Kopf eines Mannes immer noch dieser Check-up ab.“

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Autor:
Miriam Kaefert