Interview Im Gespräch mit Nathalie Colin, Kreativdirektorin von Swarovski

Wir haben mit der Kreativdirektorin von Swarovski, Nathalie Colin, gesprochen. Welche Trends uns 2015 erwarten und welchen Schmuck jede Frau in ihrer Schatulle haben sollte - diese und noch mehr Fragen beantwortet sie uns hier.
Portrait von Nathalie Colin

Swarovski gibt es nun schon seit weit mehr als 100 Jahren. Wie haben sich die Schmucktrends über die Jahre geändert? Was ist heute z.B. angesagter als noch vor ein paar Jahrzehnten?

Die wichtigste Veränderung ist sicher die, dass Schmuck heute als Modeaccessoire empfunden wird. Er ist zu einem Ausdruck persönlichen Stils und individuellen Lebensgefühls geworden: Schmuck sollte verspielt sein und die Persönlichkeit der Trägerin unterstreichen. Mit unseren erschwinglichen und breit gefächerten Kollektionen bieten wir jeder Frau die Möglichkeit, ihre vielen Facetten zu erkunden und ihre Individualität zum Ausdruck zu bringen. Heute ist bei Schmuck praktisch alles erlaubt. Ich bin eine große Verfechterin des Kombinierens, des Lagenlooks mit Anhängern und Ketten verschiedener Länge sowie auffälliger All-Around-Halsketten zu runden Ausschnitten. 
 

Immer mehr Schmuck-Designer setzen auf neue Materialien wie Holz oder Stoff. Wie steuern Sie diesem Trend entgegen?

Das Herzstück unserer Kollektionen bleibt natürlich Kristall. In jeder Saison setzen wir  jedoch neue Akzente durch die Verwendung von Materialien wie Leder, Alcantara, Plexiglas oder Epoxy. In der Herbst/Winter-Kollektion präsentieren wir eine Linie, bei der natürliche Steine wie Quarz, Sodalith und grüner Aventurin verwendet werden. In unserer Uhren-Kollektion finden Keramik und Swarovski Zirconia Verwendung. 
 

Roségold war das Thema für 2014. Was erwartet uns in 2015 in Sachen Schmucktrend? Was ist für Sie im Moment Trend?

Roségold wird auch 2015 hochaktuell sein, da ein edler Metallmix in dieser Saison weiterhin voll im Trend bleibt. Modebewusste kombinieren nach Belieben verschiedene Metalle – Silber, Gelb- und Roségold – für einen trendigen, doch eleganten Look. 
 

Welches Schmuckstück sollte Ihrer Meinung nach in keiner Schmuckschatulle fehlen? 

Das kommt ganz auf den individuellen Geschmack der Frau an, doch würde ich einen Cocktailring und einen breiten Armreif empfehlen. Damit lässt sich jeder Look komplettieren.
 

Worin sehen Sie den Uhren-Trend für 2015? Klein und filigran oder eher groß mit Statement-Charakter?

Für uns ist die Uhr ein wichtiges Modeaccessoire, mit dem wir gerne spielen. 2015 bringen wir zarte Designs, die gut tragbar sind, aber einen individuellen Charakter besitzen. Dazu gehört zum Beispiel die New Aila Day Double Tour, deren Wickelarmband bereits wie ein Armband wirkt. Man kann dann mit einem weiteren Armband den angesagten Lagenlook erzielen. Ganz im Vordergrund stehen bei der Kollektion die Farben: Zitrusgelb, helle Blautöne und Beerenfarben spielen eine große Rolle, aber auch Nude-Töne, die in der Herbst/Winter-Kollektion ihren großen Auftritt haben.
 

Was macht Uhren von Swarovski zum Musthave-Piece?

Wir betrachten die Uhr als Modeaccessoire: alle unsere Uhren verfügen über Swiss Made Quarzwerke, doch liegt der besondere Reiz der Kollektion in der breiten Farbpalette, den trendigen Designs und dem Hauch von Glanz, den jede einzelne Uhr ausstrahlt, sei es dezent mit einer Kristallpavé-Lünette oder etwas auffälliger mit einer facettierten Kristall-Lünette, einem Armband aus Crystal Mesh oder einer Lünette mit 1700 winzigen Kristallen, wie bei der neuen Crystalline Oval.
 

Was ist Ihre größte Inspiration?

Ich glaube, dass Inspiration überall zu finden ist – man muss nur genau hinsehen und für alles offen sein.  Von meinen Reisen bringe ich viele Inspirationen zurück. Ich reise leidenschaftlich gern, besonders in Asien. Man kann die alltäglich Routine hinter sich lassen und sich neuen, aufregenden Ideen öffnen. 
 
 
 
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