Schauspielerin

Interview: Martina Hill

Sie ist Heidi, Sonya und Daniela in Personalunion. Und ein Klasse Model. Martina Hill übers Putzen, schräge Jobs - und Papa Klum.

Martina Hill

Frau Hill, Sie haben bei einem PETRA-Modeshooting so leidenschaftlich den Boden geschrubbt. Putzen Sie gerne?
Ich bin Sternzeichen Krebs, also ziemlich häuslich. Ich mag es, wenn um mich herum alles kuschelig und ordentlich ist. Auf der anderen Seite neige ich auch des Öfteren zum Chaos. Entweder ist alles akkurat und geputzt – oder es herrscht absolutes Chaos. Aber wenn ich erst mal loslege, ist kein Winkel mehr sicher vor mir. Ich habe auch als Reinigungskraft im Hotel gearbeitet, allerdings nur ein halbes Jahr.

Hand aufs Herz, waren Sie korrekt oder eher schlampig?
Nee! Ich war sehr gewissenhaft und gründlich. Noch heute sehe ich so ein Hotelzimmer mit ganz anderen Augen. Deswegen sortiere ich immer die Handtücher und versuche, alles ordentlich zu hinterlassen. Ich hatte aber auch jede Menge andere Jobs, im Callcenter, bei der Meinungsforschung, habe gekellnert, war Buchhalterin …

Und Türsteherin!
Ja, in einem Club in Berlin. Da habe ich zwei Jahre nachts an der Tür gestanden, Gäste begrüßt, Eintritt genommen.

Auch mal Leute nach Hause geschickt?
Ja, klar, allerdings selten, da das Publikum dort sehr angenehm ist. Aber Besucher in Jogginghose oder mit zu viel Promille habe ich natürlich abgewiesen. Wenn man das charmant verpackt, gehen sie auch ohne zu murren. Für Notfälle gab es aber eine muskelbepackte Kampfmaschine – ich musste also nie in den Nahkampf.

Was haben Sie aus Ihren vielen Jobs mitgenommen?
Man guckt hinter die Kulissen. Das prägt. Außerdem wusste ich ewig nicht, wo für mich die Reise hingeht. Da war Rumjobben im Nachhinein betrachtet sehr hilfreich.

Es scheint, als wären Sie in Ihre Karriere so reingestolpert … Ich habe erst mit Mitte 20 entschieden, den Beruf Schauspielerin zu erlernen. Das war vorher nicht auf der Liste von Dingen, die mich interessiert haben.

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