Party-Tipps

Anleitung zum zu Hause feiern

Gelangweilt von Nett-was-Kochen-Abenden und Rumstehen in lauten Clubs? Die besten Partys finden zu Hause statt. Man muss nur ein paar Dinge beachten.

Zu Hause feiern

Keine Party startet um die Zeit, die auf der Einladung steht. Niemand will der Trottel sein, der zuerst klingelt. Gastgeber sollten daher "um 20 Uhr" angeben, damit die Party spätestens ab 22 Uhr in die Gänge kommt. Gedrängel findet man vor Mitternacht nur in der Küche. Hier stehen die Gäste eng beieinander und schaffen gemeinsam am Büfett eine Grundlage für das spätere Trinkgelage. Das gelingt am schnellsten mit Fladenbrot (saugt auf) und Kartoffelsalat mit viel Majonäse (verlangsamt die Alkoholaufnahme). Kunstvoll arrangierte Desserts sind vergebene Liebesmüh und treten sich später bloß im Teppich fest. Das Mixen von Cocktails hilft beim gegenseitigen Kennenlernen. Damit die Drinks gelingen, vorher ein einfaches Rezept auswählen, statt mit zu vielen Zutaten zu verwirren (Orangensaft, Tequila, Grenadine, und fertig ist der Tequila Sunrise).

Spätestens um 23 Uhr muss der DJ den ersten Partykracher spielen, um die Party von der Küche ins Wohnzimmer zu verlagern. "Super Freak" von Rick James, aber auch Partyspiele wie Flaschendrehen oder Twister eignen sich, um alle Räume der Wohnung mit Leben zu füllen. Denn nichts wirkt trister als ein leerer Raum, in dem sich der DJ allein musikalischen Experimenten hingibt. Um das zu verhindern, drückt man ihm eine Liste mit den Musikwünschen der Gäste in die Hand und schafft mit schummriger Beleuchtung und Nebelmaschine eine Atmosphäre, in der Hemmungen schnell fallen. Hilfreich sind dabei Gäste, auf deren übermäßigen Alkoholkonsum Verlass ist. Ausdruckstänzer , Mädchen in Sektlaune und Luftgitarrenspieler sind die Grundpfeiler einer gelungenen Party. Damit das Partylevel konstant steigt, sollte es in der Wohnung spätestens um ein Uhr richtig eng werden. Grundregel: pro Quadratmeter ein Gast. Für die Einladung gibt es hilfreiche Tools im Internet, zum Beispiel Invyte auf prinz.de. Auch die Eltern können nützlich sein, um für Getränkenachschub zu sorgen, das Büfett im Auge zu behalten oder Small Talk mit den Gästen zu führen, die Kontaktschwierigkeiten haben.

Zu fortgeschrittener Stunde gilt: je mehr Körperkontakt, desto besser. Der Idealzustand ist erreicht, wenn man von den Lautsprechern Stagediving machen kann und sicher von der Menge aufgefangen wird. Auf dem Balkon wird frische Luft inhaliert und über das Leben philosophiert. Darauf achten, dass er vorher freigeräumt wurde, sonst sammelt man am nächsten Tag Blumentöpfe und Gartenstühle von der Straße. Erste Flirts bahnen sich an, die mit Geknutsche im Bad enden. Die Party steuert auf ihren Zenit zu. Dem sonst so schüchternen Studienkollegen hängt die Klobrille um den Hals (bei Alkoholvergiftung: stabile Seitenlage, im Zweifel Notarzt rufen). Gut, dass man Eimer und Lappen hinter der Tür versteckt hat, denn der Boden ist glitschig vom umgekippten Bier. Als Gastgeber gilt es jetzt entspannt zu bleiben, wenn die Polizei klingelt. Nach der ersten Verwarnung kann man ruhig noch weiterfeiern - erst wenn die Streife das zweite Mal anrückt, nimmt sie das Kabel für die Anlage mit, beim dritten Mal das ganze Gerät. Wenn am nächsten Tag die Fische tot im Aquarium treiben und die Nachbarn böse gucken, dann sollte man sich in Erinnerung rufen: Dies sind die legendären Nächte, von denen auch Jahre später noch alle reden werden.

Schlagworte: