Kinotipps
Filmstarts vom 5. Januar 2012
Hollywood macht Neujahrspause. Das internationale Kino schenkt uns aber richtige Perlen. Allen voran Frankreich.
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ZIEMLICH BESTE FREUNDE
Erst im November angelaufen, schon ist "Ziemlich beste Freunde" prompt zur erfolgreichsten französischen Komödie des Jahres geworden und kommt jetzt in Deutschlands Kinos. François Cluzet ("So ist Paris", "Kein Sterbenswort"), ein ganz großer des französischen Kinos, spielt den querschnittsgelähmten Millionär Philippe, der einen neuen Pfleger sucht. Driss (Omar Sy) kommt ursprünglich aus dem Ghetto und jetzt gerade frisch aus dem Gefängnis. Er will eigentlich nur einen Stempel für das Arbeitsamt. Doch der respektlos-charmante Bewerber trifft bei Philippe einen Nerv und wird eingestellt. Er zieht in die Luxus-Villa ein, zunächst für einen Monat auf Probe. Philippes Freunde machen sich Sorgen: "Die Jungs aus der Vorstadt kennen kein Mitleid", wird er gewarnt. Doch er stellt klar: "Das ist genau das, was ich will: kein Mitleid." Und so entwickelt sich zwischen dem ungleichen Paar eine ungewöhnliche aber innige Freundschaft, die beiden den Horizont erweitert. Die beiden Hauptdarsteller spielen grandios und wurdem beim Tokyo Film Festival als beste Darsteller ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt der Film den "Grand Prix" des Festivals.
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HUHN MIT PFLAUMEN
Und noch ein weiterer zauberhafter Film kommt diese Woche aus Frankreich in unsere Kinos. Dieser steht ganz in der Tradition des modernen Märchens, die uns bereits Filme wie "Die fabelhafte Welt der Amélie" oder "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" schenkte. "Huhn mit Pflaumen" entführt uns ins Tehran der späten 50er Jahre. Die Geige des weltberühmten Violinisten Nasser-Ali Khan (Mathieu Amalric) ist zerstört. Mit ihr verliert er auch den Willen zu leben und so entschließt er sich zu sterben. Nur wie? Wir begleiten ihn die nächsten sieben Tage und bekommen Einblicke in die Vergangenheit und die Zukunft. Traumhaft und bildgewaltig inszeniert, basiert der Film auf dem Werk von Marjane Satrapi, die mit "Persepolis" zu weltweitem Ruhm kam. Das großartige Ensemble schließt außerdem Golshifteh Farahani, Isabella Rossellini, Edouard Baer, Maria de Medeiros und Jamel Debbouze mit ein.
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CHINESE ZUM MITNEHMEN
Völkerverständigung mal kompliziert: aus Argentinien kommt die Komödie "Chinese zum Mitnehmen" mit Ricardo Darín ("In ihren Augen") in der Hauptrolle. Ricardo (Darín) ist Inhaber eines Eisenwarengeschäfts. Er ist pedantisch, ein Gewohnheitstier und Einzelgänger. Eines tages purzelt der Chinese Jun (Ignacio Huang) in sein Leben. Der spricht kein Wort Spanisch. Ricardo entschließt sich widerwillig ihm zu helfen, obgleich keiner der Beiden wirklich zu wissen scheint, wie diese Hilfe überhaupt aussehen soll. Und trotz der scheinbar unüberwindbaren kulturellen und sprachlichen Barrieren nähern sich die zwei an und können sich womöglich gegenseitig helfen. In Argentinien wurde der Film als bester Film des Jahres ausgezeichnet (und Darín als bester Darsteller). Davon können Sie sich ab dem 5. Januar selbst überzeugen. Dann erfahren Sie auch, was es eigentlich mit der Kuh auf sich hat.
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JONAS
"Stell Dir vor es ist Schule und Du musst wieder hin", diesen Selbstversuch macht Christian Ulmen in der dokumentarisch angehauchten Komödie "Jonas". Ulmen ist Jonas, ein sympatischer Sitzenbleiber, der noch einmal eine letzte Chance bekommt. An einer brandenburgischen Gesamtschule darf er einen letzten Versuch starten, um doch noch den Schulabschluss zu machen. Dabei wird er von Kameras begleitet. Die Schulkameraden und Lehrer sind echt. Ehrlich gesagt sieht der Ulmen nicht mehr wie 18 aus, aber der Film ist charmant erzählt und besonders aus soziologischer Sicht sehr spannend.





