Kino-Tipps
Filmstarts vom 2. Februar 2012
Hollywood und das deutsche Kino zeigen sich diese Woche von ihrer besten und vielseitigen Seite.
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DAME, KÖNIG, AS, SPION
Um einen Maulwurf beim Secret Service zu enttarnen, wird Altspion George Smiley (Gary Oldman, für diese Rolle für einen Oscar nominiert) reaktiviert... Hier drücken sich paffende Kerle (u.a. Colin Firth) im Nieselregen herum, während von irgendwo gedämpfte Jazzklänge herüberwehen – Atmosphäre und Stil statt Action. Designer Paul Smith beriet bei der Ausstattung. Fazit: Kalter Krieg sah nie stylisher aus: irre eleganter Spionagefilm Altspion der alten Schule.
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DIE KUNST ZU GEWINNEN - MONEYBALL
Der Sportfilm "Moneyball" bringt Brad Pitt seine Oscar®-Nominierungen Nummer drei und vier ein, sowohl als Produzent als auch als Schauspieler. Der Film erzählt die wahre Geschichte des Billy Beane (Pitt), der selbst als Sportler versagte, als Manager einer Mannschaft aber den Baseball-Sport für immer verändert. Beane heuert den frisch von der Uni kommenden Wirtschaftswissenschaftler Peter Brand an (Jonah Hill, ebenfalls Oscar®-nominiert als bester Nebendarsteller). Gemeinsam setzen sie für die Auswahl ihrer Spieler eher auf Computer-Statistiken als auf herkömmliches Fachwissen. Damit stoßen sie auf viel Widerstand, der Erfolg gibt ihnen aber Recht. Der Film basiert nicht nur auf einem Buch, sondern auch auf einer wahren Geschichte. Brilliant performt und spannend erzählt, zudem nochkarätig besetzt. Neben Pitt und Hill geben sich auch Philip Seymore Hoffman (derzeit auch noch mit einer genialen Performance in "The Ides of March" zu bewundern) und Robin Wright die Ehre.
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UNDERWORLD AWAKENING
Schon zum vierten Mal zwängt sich Kate Beckinsale für die große Leinwand ins sexy Leder-Outfit. Vampir-Kriegerin Selene (Beckinsale) kann nach Jahren der Gefangenschaft entkommen und findet sich plötzlich in einer Welt wieder, in der die Menschen von der Existenz von Vampiren und Werwölfen wissen und diese nun ausrotten wollen. Der Bildgewaltige Machtkampf wartet diesmal sogar mit 3D-Inszenierung auf. Ein Fest also für alle Fans des düsteren Actionfilms.
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ZETTL
Der neue Film mit Comedy-Größe Michael "Bully" Herbig ist die Vortsetzung des Kult-Films "Kir Royal". Ungewöhnlich, 25 Jahre später, aber dennoch gelungen. Der Regisseur ist der gleiche: Helmut Dietl inszeniert erneut die Machenschaften der Schickeria, diesmal in Berlin. Auch einige Stars des Originals nehmen ihre Rollen wieder auf. Dieter Hildebrand und Senta Berger sind beide wieder dabei. Doch der Film wartet auch mit jungen Stars auf, allen voran Karoline Herfurth als Zettls kesse Geliebte Verena. Zettl selbst (Herbig) ist Chauffeur, steigt aber dank Charme und mangelnden Skrupels zum Chefredakteur eines neuen Online-Magazins auf. Der Film nimmt erwartungsgemäß witzig und bissig das Leben der Promis und Klatschreporter aufs Korn.
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DIE SUMME MEINER EINZELNEN TEILE
Noch ein deutscher Film auf den wir uns sich freuen: "Die Fetten Jahre sind vorbei"-Regisseur Hans Weingartner bringt mit "Die Summe meiner einzelnen Teile" einen gefühlvollen Film auf die Leinwand. Martin (Peter Schneider) ist ein genialer Mathematiker. Doch die Welt bereitet ihm zu nehmend Schwierigkeiten. Er hat einen Nervenzusammenbruch, landet in der Psychiatrie. Nach der Entlassung ist sowohl seinen Job als auch seine Freundin (Julia Jentsch) los und flüchtet sich immer mehr aus der Gesellschaft anderer Menschen. Seine Suche nach Isolation geht so weit, dass er sich mit einem Jungen anfreundet und mit ihm ein Scheinidyll im Wald konstruiert. Doch lange wird ihn die Welt nicht unbehelligt lassen und Martin muss sich erneut der Realität stellen. Ein wahrhaft gelungener Film, der nicht ohne Grund bei seinen Festivalaufführungen mit Standing Ovations quittiert wurde.







