Beauty-Lexikon Wirkstoffe des Granatapfels

Die üppig rote Frucht heißt Apfel, ist biologisch eine Beere und auch sonst ein ziemlich interessantes Gewächs.

Granatapfel

Über manche Sachen macht man sich erst Gedanken, wenn man bei „Wer wird Millionär“ teilnimmt oder zuschaut und sich fragt, wer bloß immer auf solche abwegigen Fragen kommt. In diesem Fall lautet die: „Was gab dem Garn für Orientteppiche in früheren Jahrhunderten seine intensiven Farben?“ Die Antwort – bei der Überschrift jetzt ein wenig vorhersehbar–„Granatapfel“. Der wird bereits seit mehr als 2.000 Jahren in Persien von bis zu acht Meter hohen Bäumen gepflückt, und wenn man die Frucht auskocht, erhält man eine pechschwarze Tinte, die helle Wolle in Gelb- und Schwarz- Tönen einfärbt. Der Saft allein ergibt satte Rot-Töne, und ein Extrakt aus der Wurzel des Granatapfelbaumes liefert tief dunkelblaue Nuancen.

Die haben´s in sich

Für Biologen sind solch heftige Farbergebnisse generell ein Zeichen für einen hohen Gehalt bioaktiver Inhaltsstoffe (wie z.B. auch bei dunklen Trauben oder Blaubeeren). Im Granatapfel orteten sie große Mengen Flavonoide wie Quercetin und Anthocyane, deren antioxidative Wirkung die von Vitamin E und C ums Vielfache übersteigen soll, so wie diverse Polyphenole, die ebenfalls als Freie-Radikal-Fänger und außerdem entzündungshemmend wirken. Obendrein bescheinigen die Experten am Mikroskop der dunkelroten Frucht ein bemerkenswertes Guthaben an Kalium, Vitamin C, Kalzium und Eisen, alle extrem relevant zum Regulieren wichtiger Zell-Funktionen. Mittlerweile zeigen mehr als 250 wissenschaftliche Studien, dass der Granatapfel eine positive Wirkung bei Herz- Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Arthritis haben könnte.

Der Saft soll sogar das Fortschreiten von Alzheimer- Demenz hemmen und Neugeborene vor Gehirnschäden schützen – sofern die Mutter in der Schwangerschaft Granatapfelsaft trinkt.

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Autor:
Kristin Bock
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